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Brigitte Freihold

Solidarität und Unterstützung für die Beschäftigten der Pfalzklinikum Service GmbH

Die Privatisierungsmaßnahmen im Pfalzklinikum treffen überwiegend Frauen

DIE LINKE im Bezirkstag Pfalz: Erhellende Gespräche mit dem Betriebsrat

Überrascht war der Betriebsrat der Pfalzklinikum Service GmbH vom Gesprächsangebot der LINKEN im Bezirkstag der Pfalz. Wie sich bei den zwischenzeitlich mehrfach durchgeführten Gesprächen zwischen dem Betriebsrat und der Vertreterin der LINKEN, Brigitte Freihold, herausstellte, war bisher noch kein anderes Mitglied des Bezirkstages auf die Idee gekommen, sich mit den Sorgen und Nöten der Beschäftigten im persönlichen Gespräch auseinanderzusetzen.

Dazu erklärt DIE LINKE im Bezirkstag Pfalz, Brigitte Freihold: „Im Februar und im April diesen Jahres konnte ich mir auf Einladung des Betriebsrates der Pfalzklinikum Service GmbH einen persönlichen Eindruck von der Situation der Beschäftigten verschaffen. Die Betriebsrätinnen und Betriebsräte berichteten von einer Reihe von Problemen und zeigten sich interessiert an einer Zusammenarbeit mit der LINKEN im Bezirkstag. Sie erklärten, dass mein Besuch der erste eines Bezirkstagsangehörigen und für sie und ein absolutes Novum sei.

Im Jahr 2005 wurde die Service GmbH gegründet, die Beschäftigten kommen überwiegend aus den Bereichen Küche, Reinigung, Wäscherei, Bauflächen- und Facility-Management sowie dem Sicherheitsdienst. Für sie gilt ein eigener Tarifvertrag mit geringeren Leistungen im Vergleich mit den Angestellten des Pfalzklinikums. Da es unter den Beschäftigten in den genannten Bereichen auch Angestellte des Pfalzklinikums gibt, arbeiten Mitarbeiter am selben Arbeitsplatz, verrichten die gleichen Tätigkeiten mit verschiedenen Tarifverträgen, d.h. mit unterschiedlichen Vergütungen und Arbeitsbedingungen. Dies ist eine der Ursachen für Spannungen und Unzufriedenheit bei den PSG–Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, denn der direkte Vergleich offenbart die Schlechterstellung im privatisierten Teilbereich PSG in besonderer Deutlichkeit. Die Privatisierungsmaßnahmen im Pfalzklinikum treffen überwiegend Frauen, die fast zur Hälfte in Teilzeit oder gar prekär beschäftigt sind. Sie arbeiten häufig im Niedriglohnsektor, z.B. als Reinigungskräfte, und sind diejenigen, die bei hoher Arbeitsdichte im krankheitsbedingten Ausfall der Kolleginnen und Kollegen des Pfalzklinikums auch deren Arbeit mit übernehmen müssen, da es kein Ersatzpersonal gibt. Ihre Entgelte für dieselben Tätigkeiten sind niedriger, sie erhalten keine Erschwerniszulagen, weniger Jahressonderzahlungen, weniger Urlaub. Ihr Kündigungsschutz ist aufgeweicht, bei ihrer Altersvorsorge müssen sie im Gegensatz zu den Kolleginnen und Kollegen des Pfalzklinikums den Arbeitnehmeranteil von 2,4 Prozent selber zahlen. Gerade für Beschäftigte in den untersten Lohngruppen stellt dies eine weitere erhebliche Gehaltseinbuße und soziale Härte dar! Besonders Frauen erreichen aus familiären Gründen öfter nicht die 60-monatige Mindestbeschäftigungsdauer, damit sich diese Zahlungen auf die Alterssicherung auswirken mit der Folge, dass die gezahlten Beiträge unwiederbringlich verfallen. Faktisch gesehen handelt es sich dabei um eine weitere Lohnkürzung. Dass dies zu weiterer Unzufriedenheit führt, ist nachvollziehbar und verständlich.

DIE LINKE im Bezirkstag Pfalz wird sich dieser Problematik annehmen und erklärt ihre Solidarität und Unterstützung für die Beschäftigten der Pfalzklinik Service GmbH. Weiteren Privatisierungstendenzen wird sich DIE LINKE entschieden entgegenstellen. Sie bewirken, dass Kostenersparnisse und Gewinne auf dem Rücken der Beschäftigten erwirtschaftet werden. Dies ist nicht hinnehmbar. Ebenso wenig die Schlechterstellung von Beschäftigten der Pfalzklinikum Service GmbH gegenüber nach TvöD-K bezahlten Mitarbeitern des Pfalzklinikums bei der Verrichtung gleicher Tätigkeiten.“

Brigitte Freihold, DIE LINKE im Bezirkstag Pfalz